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Ratgeber · 2. November 2026 · 3 Min. Lesezeit

Bankkonto und Geld in Thailand: Ein Ratgeber für Ausländer

Von Shane Ruddle · aus dem Englischen übersetzt

Ich habe seit über 20 Jahren ein Bankkonto in Thailand, und in letzter Zeit hat sich viel verändert. Das sollten Sie wissen.

Kann ein Ausländer ein thailändisches Bankkonto eröffnen?

Ja, aber es ist viel schwieriger als früher. Vor nicht allzu langer Zeit konnte man noch als Tourist ein Konto eröffnen. Seit dem harten Vorgehen gegen Betrugszentren in Thailand und den Nachbarländern sind die Banken viel strenger geworden.

Heute müssen Sie im Grunde nachweisen, dass Sie hier leben und kein Tourist sind: zum Beispiel mit einem langen Mietvertrag und einer Wohnsitzbescheinigung (Certificate of Residence) oder einer Arbeitserlaubnis. Selbst dann liegt es im Ermessen der Bank, und die Regeln unterscheiden sich von Bank zu Bank.

Welche Bank sollte man probieren?

Die Bangkok Bank war früher am ausländerfreundlichsten, aber nach meiner jüngsten Erfahrung hat sich das umgekehrt, und sie gehört heute zu den strengsten. Ich würde es zuerst bei der Kasikorn Bank (KBank) versuchen.

Wie bekommt man Geld aus der Heimat?

Wise war früher mit Abstand der günstigste Weg und ist immer noch eine gute Option. Aber die normalen Banken sind deutlich vernünftiger geworden, sodass Sie heute eine Auslandsüberweisung direkt von Ihrer Hausbank schicken können. Sie brauchen nur den SWIFT-Code der thailändischen Bank.

Die Gebühr ist meist gering. Ihr Geld verdienen die Banken am Wechselkurs, prüfen Sie also immer, welchen Kurs man Ihnen anbietet.

Wenn Sie dauerhaft hier leben und Einkommen nach Thailand bringen, klären Sie mit einem Steuerberater, ob ein Teil davon hier steuerpflichtig ist.

Was überrascht die Leute?

Die Überweisungslimits. Im letzten Jahr oder so haben die Banken Limits für Überweisungen eingeführt und für größere Beträge eine Gesichtserkennung ergänzt. Mein Limit liegt bei ฿50.000 pro Transaktion und bis zu ฿200.000 am Tag, was für die meisten reicht.

Der Haken ist die Erhöhung. Früher konnte man in der App ein höheres Limit beantragen, und das ging fast sofort. Heute müssen Sie persönlich in eine Filiale, für einen Abgleich von Gesicht und Ausweis.

Karte, App oder Bargeld?

Wenn Sie ein Konto eröffnen können, holen Sie sich eine thailändische Debitkarte. Sie kostet nur ein paar hundert Baht im Jahr und ist praktisch zum Online-Einkaufen auf Seiten wie Lazada.

Im Alltag nutze ich meine Karte aber kaum. Fast überall, vom Restaurant über das Taxi bis zur Garküche, gibt es einen QR-Code. Sie scannen ihn in Ihrer Banking-App, geben den Betrag ein, bestätigen, und das Geld geht über Thailands PromptPay-System direkt rüber, ohne Gebühren.

Mein bester Rat

Haben Sie immer etwas Bargeld dabei. Fast jeder akzeptiert heute QR-Zahlungen, aber Sie werden immer noch auf Orte stoßen, an denen Bargeld lieber gesehen wird, und gelegentlich ist es die einzige Möglichkeit. Ich habe immer mindestens ein paar tausend Baht dabei, nur für den Fall.

Mehr dazu in Ist Pattaya teuer?, Visum für Thailand und was ich gern gewusst hätte, bevor ich nach Thailand ausgewandert bin.

Teil meines RatgebersAuswandern nach PattayaKurze Antworten und alle Artikel dazu, in der richtigen Reihenfolge.

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